Donnerstag, 28. Dezember 2017

Nachgebacken: Apfel-Spekulatius-Kuchen mit Marzipanstreuseln

Na, Weihnachten vorbei und noch Spekulatius über? Hier kommt ein Kuchen, in dem sich Reste von Spekulatius und Marzipan verstecken lassen. Er schmeckt nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern generell im Herbst und Winter.

Apfel-Spekulatius-Kuchen mit Marzipanstreuseln.
Dieser Kuchen wird ohne Eier gebacken. Dadurch lässt er sich auch vegan zubereiten.

Dieses Rezept nimmt am Weihnachtszauber 2017 teil.

Apfel-Spekulatius-Kuchen

Zutaten für eine 26er Springform:

Für den Boden:
280 g Gewürzspekulatius
100 g Butter (oder Alsan als vegane Alternative)

Für den Belag und die Streusel:
4 - 8 Äpfel, je nach Größe
150 g Butter (oder Alsan als vegane Alternative)
150 g (Hafer-)Mehl
2 EL Vanillezucker
400 g Apfelmus
50 g Marzipanrohmasse (oder etwas Marzipan vom Weihnachtsteller)
20 g zerbröselte Gewürzspekulatius

Zubereitung:

Für den Boden die Gewürzspekulatius zerbröseln und mit Butter bzw. Alsan vermengen. In eine mit Backpapier ausgelegte Springform drücken.

Äpfel schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen. Äpfel einschneiden oder würfeln und auf den Bröselboden geben. Apfelmus in die Zwischenräume geben und alles mit Vanillezucker bestreuen.

Aus Mehl, geriebener Marzipanrohmasse, zerbröselten Gewürzspekulatius und Butter bzw. Alsan Streusel herstellen und auf die Apfelmasse geben.

Den Kuchen ca. 50 Minuten bei 180°C (Umluft) backen und darauf achten, dass die Streusel nicht zu braun werden (ggf. abdecken).

Abkühlen lassen und mit Sahne oder warmer Vanillesauce servieren (bzw. den jeweiligen veganen Ersatzprodukten).

Quelle: Sekundentakt

Dienstag, 26. Dezember 2017

Gebackenes Wintergemüse mit Quinoa

Bei uns stehen immer noch schnelle Gerichte auf dem Wochenplan. Meine Kochlust hält sich nämlich erschöpfungsbedingt nach wie vor in Grenzen. Immerhin bin ich seit zwei Tagen im neuen Job. Sicher, die Einarbeitungszeit ist anstrengend, aber ich habe mir meinen Traum von Teilzeitarbeit erfüllen können, was es etwas leichter macht. Erschöpft bin ich dennoch - vier Jahre Springertätigkeit fordern ihren Tribut.

Gebackenes Wintergemüse mit Quinoa.
Schnelle Küche heißt in diesem Falle: Das Gemüse wird geschnibbelt, in den Ofen geschoben und erstmal vergessen. Beim Quinoa muss ich auch nur warten, bis er einmal aufgekocht ist, dann schalte ich den Herd fast aus, lasse ihn ausquellen, bevor er mit in den Ofen kommt.

Von der Grundidee her ist dieses Gericht vegan. Uns schmeckte Kräuterquark dazu (und der Gatte hätte sicher auch Schinkenwürfel nicht verschmäht). Der Granatapfelsirup*, den ich verwende, ist aus der türkischen Küche und damit säuerlich. Du kannst ihn durch Balsamico ersetzen.

Da Knollensellerie und Rote Bete zu den Wurzelgemüsen zählen, wandert dieses Rezept rüber zum Blog-Event von Zorra und Eva.

Blog-Event CXXXVII - Zurück zu den Wurzeln (Einsendeschluss 15. Januar 2018)

Gebackenes Wintergemüse mit Quinoa 

Zutaten für 4 bis 6 Portionen:
1 Knoblauchzehe
1 kleiner Knollensellerie
2 - 3 Knollen Rote Bete
2 rote Zwiebeln
1/2 Kürbis (gerne Hokkaido)
Olivenöl
Granatapfelsirup* (alternativ Balsamico)
2 -3  Zweige Thymian (alternativ getrockneter Thymian)
Salz
Pfeffer
200 ml Quinoa
400 ml Gemüsebrühe

Zubereitung

Knoblauch, Sellerie und Rote Bete schälen und in kleine Würfel schneiden. Zwiebel schälen und vierteln. Kürbis waschen oder schälen, putzen und in große Stücke schneiden.

Alles in eine Auflaufform geben. Olivenöl und Granatapfelsirup darüber gießen. Mit Thymian, Salz und Pfeffer würzen und gut vermischen. Abgedeckt im vorgeheizten Backofen bei 160 °C Umluft ca. 30 Minuten garen.

Inzwischen Quinoa in einem feinen Sieb unter fließenden Wasser abspülen. In einen Topf geben, 400 ml Gemüsebrühe dazu geben, aufkochen und zugedeckt 10 Minuten bei mittlerer Hitze kochen. Zum Gemüse geben und weitere 20 Minuten garen.

* Affiliate link

Samstag, 23. Dezember 2017

Herbst-Salat oder Winter-Salat in fröhlichen Herbstfarben

Der Salat, der auf's Büro-Büfett kam, war ursprünglich als meine Mittagspausenverpflegung gedacht, aber dann wurde es so viel, dass ich beschloss, ihn doch auf's Büfett zu stellen.



Gleichzeitig ist der Salat eine äußerst köstliche Resteverwetung, denn in ihn kam alles, was von den Zutaten für die übrige Gerichte des Büfetts übrig blieb: Der halbe Kürbis von den Butternuss-Feta-Törtchen sowie die Rauke von der Frischkäse-Lachs-Rolle. Süßkartoffeln, Salatherzen, Lauchzwiebeln und Granatäpfel hatte ich noch zu Hause.

Herbst-Salat oder Winter-Salat in fröhlichen Herbstfarben

Zutaten für 4 bis 6 Portionen (bzw. 12 kleine Gläser):

3 Süßkartoffeln
1/2 Butternuss-Kürbis, geraspelt
40 g Rauke, fein gehackt
2 Romana-Salatherzen, in feine Streifen geschnitten
2 Granatäpfel, die Kerne davon
1 Bund Lauchzwiebeln, in feine Ringe geschnitten

Für das Dressing:
Olivenöl
Apfelessig
Granatapfelsirup*
Agavendicksaft*
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Süßkartoffel schälen, fein würfeln und in eine ofenfeste Schale geben. Salzen, pfeffern mit ordentlich Olivenöl beträufeln und bei 160°C (Umluft) etwa 30 Minuten im Ofen garen, bis die Würfelchen weich sind. Abkühlen lassen und mit den übrigen Zutaten in ein Schüssel geben.

Alle Zutaten für das Dressing in einen Schüttelbecher oder ein Schraubdeckelglas geben und schütteln. Vor dem Servieren über den Salat geben und alles gut vermischen.

Freitag, 22. Dezember 2017

Butternuss-Feta-Törtchen

Bei diesen Filoteig-Törtchen ersetzte ich den Hokkaido durch Butternuss, denn zum einen wollte ich nicht zwei Mal den gleichen Kürbis auf dem Büfett haben und zum anderen hatte ich noch einen Butternuss-Kürbis da. Im Rezept landete die Hälfte. Die andere Hälfte kam in den Herbst-Salat.

Butternuss-Feta-Törtchen.
Butternuss-Feta-Törtchen

Zutaten für 12 Stück:

2 große oder 12 kleine Filoteig-Blätter
150 g Butternuss-Kürbis
100 g Schafskäse
1 Ei
60 ml Milch
Salz
Pfeffer
etwas Butter

Zubereitung:

Kürbis schälen, entkernen und raspeln oder in sehr kleine Würfel schneiden. Schafskäse würfeln. Kürbis und Schafskäse in einer Schüssel vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Falls man mit großen Filoteig-Blättern arbeitet, diese in 6 Rechtecke schneiden. Eine 12er Muffinform mit Butter ausfetten, dann jeweils ein Teigblatt in jede Mulde drücken. Der Boden sollte bedeckt sein, was übersteht, kann so bleiben.

Die Schafskäse-Kürbis-Mischung hineinfüllen, so dass die Mulden gut gefüllt sind. Milch und Ei verquirlen und die Milchmischung gleichmäßig in die 12 Mulden gießen. Den gefüllten Filoteig sofort in den Ofen schieben und bei 170°C (Umluft) ca. 20 Minuten backen. Vor dem Servieren einige Minuten auf einem Gitter auskühlen lassen.

Quelle: Transglobal Pan Party

Donnerstag, 21. Dezember 2017

Rote-Bete-Tarte mit Feta und Thymian

Auch diese Tarte kam auf das Büro-Abschiedsbüfett für die Kolleginnen und Kollegen, denn ich wollte ja gerne saisonale Gerichte servieren. Die Tarte schmeckt warm und kalt, auch noch am (über-)nächsten Tag. Die Kollegen aßen gerne Kräuterquark dazu. Mir schmeckte sie so.

Rote-Bete-Tarte mit Feta und Thymian.
Für den Transport ins Büro wickelte ich die Tarteform fest in Frischhaltefolie ein. So überstand sie dann auch den Flug von der Rückbank bei einer Vollbremsung. Im Büro schnitt ich die Tarte dann auf und drapierte sie auf einem Servierteller.

Da Rote Bete zu den Wurzelgemüsen zählt, wandert dieses Rezept rüber zum Blog-Event von Zorra und Eva.

Blog-Event CXXXVII - Zurück zu den Wurzeln (Einsendeschluss 15. Januar 2018)Rote-Bete-Tarte mit Feta und Thymian

Zutaten für 1 Tarte-Form* mit ca. 26 cm Durchmesser:

100 g  kalte Butter, gewürfelt
200 g  Mehl
60 ml kaltes Wasser
1 rote Zwiebel
500 g  Rote Bete
5–6 Stiele Thymian
4 EL Olivenöl
1 EL Rohrzucker
4 EL Weißwein-Essig
50 ml Wasser
5 Eier
200 g saure Sahne
200 g Schafskäse
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Butter in Würfel schneiden. Mehl, 1/2 TL Salz und Butter mit den Fingern schnell zu einem krümeligen Teig verarbeiten. 60 ml kaltes Wasser zugeben und zügig zu einem glatten Teig verkneten. Teig in eine Tarteform geben und ca. 30 Minuten kalt stellen.

Inzwischen Zwiebel schälen und in feine Streifen schneiden. Rote Bete waschen, putzen, schälen und grob reiben. Thymian waschen, trocken schütteln und, bis auf 2 Stiele zum Garnieren, fein hacken.

Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel unter Wenden bei schwacher Hitze ca. 4 Minuten dünsten. Rote Bete, Thymian, Zucker, Essig und 50 ml Wasser zugeben. Bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Herausnehmen und abkühlen lassen.

Teig aus dem Kühlschrank nehmen und den Teigboden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Bei 150°C (Umluft) etwa 20 Minuten backen, dann lauwarm abkühlen lassen.

Eier mit saurer Sahne verquirlen, mit Salz würzen. Käse zerbröckeln. Rote Bete-Mischung und Käse auf dem Teigboden verteilen. Eierguss darübergießen und im Backofen bei 150 °C (Umluft) ca. 30 Minuten backen.

Herausnehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Aus der Form lösen, warm oder kalt anrichten. Mit Thymian garnieren.

Quelle / *Affiliate link

Mittwoch, 20. Dezember 2017

Kürbis-Hummus und Kürbis-Hummus-Suppe

Die meisten Dips für das Abschieds-Gabelfrühstück im Büro habe ich gekauft, aber dieser Kürbis-Hummus stand schon so lange auf meiner Nachkochliste, dass ich ihn auch servierte - natürlich im Kürbis, weil das viel schöner aussieht. Der Gatte kaufte ein auch Exemplar, das wunderbar stand.

Kürbis-Hummus.
Der leer gegessene Hokkaido war mir zu schade zum Wegwerfen, so dass daraus kurzerhand eine Suppe wurde. Davon gibt's kein Foto. Ich vertraue auf Deine Vorstellungskraft.

Kürbis-Hummus

Zutaten für 1 Portion:

1 kleiner Kürbis
Olivenöl
2 Knoblauchzehen, geschält
1 Zitrone, der Saft davon, ggf. mehr
2 EL Tahini*
1 Dose küchenfertige Kichererbsen (530 g Abtropfgewicht)
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Einen Deckel vom Kürbis abschneiden und den Kürbis aushöhlen. Ich nahm dafür einen Eiskugelformer, das ging ganz gut. Wenn Du den Kürbis später noch zur Suppe verarbeiten willst, solltest Du ihn vor dem Aushöhlen heiß abwaschen.

Das Kürbisfleisch in Stücke schneiden. Mit dem Knoblauch und einem guten Schuss Olivenöl in eine Auflaufform geben. Etwa 45 Minuten bei 180°C (Umluft) backen, bis der Kürbis weich ist. Abkühlen lassen.

Kürbis inkl. Knoblauch und Öl mit Zitronensaft, Tahini und abgetropften Kichererbsen in einen Blender geben und pürieren. Mit Salz abschmecken und noch etwas Öl dazu geben, wenn der Brei zu fest ist.

Den Brei in den Kürbis geben und mit Gemüsesticks oder Crackern servieren.

Quelle: BBC Good Food / * Affiliate link

Kürbis-Hummus-Suppe

Zutaten für 6 - 8 Portionen

1 ausgehöhlter Hokkaido-Kürbis
3 Selleriestangen
3 Wurzeln (Möhren / Karotten)
Olivenöl
Curry-Pulver
2 l Gemüsebrühe
4 EL Kürbis-Hummus
Salz
Pfeffer
gehackte Kräuter (Koriander, Minze, Petersilie)

Zubereitung:

Kürbis. Sellerie und Wurzeln würfeln. Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Das Gemüse rundherum andünsten, mit Curry bestäuben und nochmal kurz Farbe nehmen lassen. Mit der Gemüsebrühe ablöschen und etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.

Den Hummus dazu geben, umrühren, damit der sich besser auflöst, und die Suppe pürieren. Nochmal Abschmecken und mit gehackten Kräutern servieren.

Dienstag, 19. Dezember 2017

Frischkäse-Lachs-Rolle

So eine Pfannkuchenrolle ist ja eigentlich ein alter Hut, aber ich habe sie tatsächlich noch nie zubereitet. Bei meinem Abschiedsbüfett kam sie so gut an, dass ich mehrfach nach dem Rezept gefragt wurde. Hier ist es.

Frischkäse-Lachs-Rolle.
Frischkäse-Lachs-Rolle

Zutaten für 1 Backblech:

Für den Teig:
1 Bund Rucola, ca. 60 g, fein gehackt
5 Eier
100 ml Milch
100 ml Mineralwasser
100 g Mehl
Salz
Pfeffer

Für den Belag:
30 g getrocknete Tomaten
300 g Frischkäse
200 g geräucherter Lachs

Zubereitung:

Eier, Milch, Mineralwasser und Mehl zu einem glatten Teig verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Teig darauf geben. 1/3 vom Rucola darauf verteilen und ggf. etwas in den Teig drücken. Bei 180°C (Umluft) 15 bis 20 Minuten backen.

Während der Pfannkuchen backt, die getrockneten Tomaten klein schneiden. Mit Frischkäse verrühren und mit Pfeffer würzen (ggf. auch salzen, aber mir sind die getrockneten Tomaten salzig genug).

Pfannkuchen aus dem Ofen nehmen und lauwarm abkühlen lassen. Mit der Frischkäse-Masse bestreichen und mit Lachs belegen. Den Rest Rucola obenauf verteilen.

Pfannkuchen von der langen Seite her fest aufrollen und fest in das Backpapier eingewickelt abkühlen lassen. Dann auswickeln, in gleichmäßige Scheiben schneiden und servieren.

Montag, 18. Dezember 2017

Schwedischer Apfelkuchen vom Blech

Diesen Kuchen rissen mir meine Kollegen beim Abschieds-Gabelfrühstück aus der Hand, so lecker war er! Er ist unwahrscheinlich saftig - kein Wunder, werden doch zwei Kilo Äpfel verarbeitet. Die Äpfel habe ich einfach von der Küchenmaschine raspeln lassen, anstatt sie in Scheiben zu schneiden - ich hatte für das Gabelfrühstück schon genug zu schnibbeln.

Schwedischer Apfelkuchen vom Blech.
Durch die Zimt-Zucker-Mischung bekommt der Kuchen eine schöne Kruste, und die gehobelten Mandeln sorgen für zusätzlichen Crunch.

Schwedischer Apfelkuchen vom Blech

Zutaten für 1 Blech:

250 g weißer Zucker
250 g Butter
5 Eier
1 TL Vanillezucker
350 g Mehl
1 Pckg. Backpulver
2 kg Äpfel
ca. 50 g Zimt und Zucker
200 g Mandeln, gehobelt

Zubereitung:

Äpfel schälen und in feine Scheiben schneiden. Butter in einer Schüssel schaumig rühren. Zucker und Vanillezucker einstreuen und weiter rühren. Anschließend ein Ei nach dem anderen unterrühren. Mehl und Backpulver mischen, nach und nach in die Eiermasse sieben. Nun die Apfelscheiben unter den Teig heben.

Teig auf ein gefettetes oder mit Backpapier belegtes Backblech streichen. Bei etwa 160° (Umluft) in den Backofen geben. Nach ungefähr 20 Minuten Zimt und Zucker sowie die Mandeln über den Kuchen streuen. Nach insgesamt 50 Minuten sollte der Kuchen gar sein (Stäbchenprobe).

Quelle: Süß und selig

Sonntag, 17. Dezember 2017

Honig-Gewürzkuchen vom Blech

Dieses Rezept begleitet mich schon seit den frühen 1990ern, aber diesmal habe ich den Kuchen endlich so hinbekommen, dass ich zufrieden bin. Ich tat mich immer mit der Zugabe der Dickmilch schwer.

Im Originalrezept, das aus einem Anzeigenblättchen stammt, steht nämlich "1 Becher" als Mengenangabe. Wenn ich überhaupt Dickmilch im Supermarkt finde (die scheint keiner mehr zu essen), kommt sie in einem 400 g-Becher. Das ist schlichtweg zu viel. Doch, ich weiß, es gibt auch Dickmilch in 200g-Bechern, aber seit Jahrenden schon nicht mehr in den Läden, in denen ich einkaufe (und das waren seit den frühen 1990er Jahren einige).

Dieses Mal gab ich die Dickmilch esslöffelweise dazu, bis der Teig schwer reißend vom Löffel fiel, und siehe da: Es klappte. Endlich war mir der Kuchen nicht zu feucht!

Honig-Gewürzkuchen vom Blech.
Dieses Rezept nimmt am Weihnachtszauber 2017 teil.

Honig-Gewürzkuchen vom Blech

Zutaten für 1 Blech:

125 g Butter weich
250 g Honig
4 Eier
2 EL Kakaopulver
4 - 5 EL Dickmilch
1 Pck. Lebkuchengewürz (ich nehme am liebsten das von Staesz)
500 g Mehl
1 TL Backpulver
1 EL Rum
1 TL Hirschhornsalz
250 g Puderzucker
Rum oder Wasser für den Puderzuckerguss
ggf. essbare weihnachtliche Deko

Zubereitung:

Das Hirschhornsalz in 1 EL Rum auflösen.

Butter und Zucker sehr schaumig schlagen, dann nach und nach unter Rühren Eier, Kakao, Lebkuchengewürz, Mehl und Backpulver unterrühren. Die Dickmilch esslöffelweise zugeben – so viel Dickmilch nehmen, dass der Teig schwer reißend vom Löffel fällt. Das aufgelöste Hirschhornsalz durch ein Sieb geben und ebenfalls unterrühren.

Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und etwa 25 Minuten bei 180°C (Umluft) backen.

Den Kuchen erkalten lassen und mit Puderzuckerguss überziehen. Wer mag, nimmt dafür etwas Rum.

Samstag, 16. Dezember 2017

Winterliches Gabelfrühstück zum Büro-Abschied

Gestern hatte ich meinen letzten Arbeitstag im alten Team. Da die Woche sehr voll war mit zwei abendlichen Weihnachtsfeiern und einem Mittagessen, legte ich die Einladung zu meiner Verabschiedung auf den Montag, den einzigen Arbeitstag ohne "Ess-Termine" in der Woche.

Butternuss-Feta-Törtchen.
Hier entscheidet der, der geht, ob und was er zur Verabschiedung macht - ich hätte also auch sang- und klanglos gehen können, aber das ist nicht mein Stil, zumal ich die ganze Bande ja doch sehr mag und vermissen werde (okay, mit Abstrichen).

Kulinarische Resteverwertung: Herbst-Salat im Glas.
Da ich körperlich sehr runter bin, überlegte ich, den Lieblings-Caterer zu engagieren, aber als dann klar war, dass meine Verabschiedung an einem Montag stattfindet, dachte ich mir, das schaffe ich auch selbst.

Auf's Büfett kamen

Herbst-Salat
Köfte (Also Häckbällchen. Im Prinzip)

Zum zeitlichen Ablauf: Sonnabend war ich eine Stunde in der Küche, bereitete Köfte und Gewürzkuchen zu. Außerdem garten die gewürfelten Süßkartoffeln und unser Abendessen im Backofen - dank Umluft können da ja mehrere Bleche gleichzeitig rein. Bevor ich ins Bett ging, überzog ich den Kuchen mit Puderzucker und Dekozeugs. Im Nachhinein hätte ich besser noch mehr gemacht, denn am nächsten Tag befand der Gatte, er müsse Küche und Wohnung aufräumen, während ich in der Küche war ...

Rote-Bete-Tarte.
Sonntag schlappte ich um 11 Uhr in die Küche und begann mit der Zubereitung der Frischkäse-Lachs-Rolle. Während die auf dem Balkon kühlte, machte ich mich an die Börek, und dann kam dass Schnitzelwerk der Küchenmaschine zum Einsatz: Anstatt nämlich zu würfeln, warf ich jeweils Äpfel, Zwiebeln, Rote Bete und Kürbis in den Schnitzeler (den ich natürlich zwischendrin immer wieder reinigte). Zum Nachmittagstee war dann der Apfelkuchen ausgekühlt und konnte verkostet werden. Der Herbst-Salat war übrigens reine Resteverwertung. Gegen 19 Uhr war alles fertig, inklusive geschnibbeltem Gemüse für die gekauften Dips (und der Köchin). Beim Fernsehen machte ich dann noch die Wimpel für's Büfett, damit jeder weiß, was er isst.

Zwei Sorten Kuchen.
Gelagert wurde alles gut eingetuppert in zwei Ikea-Taschen auf dem Balkon - es war ja kalt genug, so dass ich nicht den Kellerkühlschrank nehmen musste. Die Tarte transportierte ich in der Form und schnitt sie erst im Büro auf. Das war auch ganz gut so, denn als ich für einen illegal wendenden Lkw eine Vollbremsung machen musste, segelte sie durch's Auto (ebenso wie der gefüllte Kürbis, der dick in Frischhaltefolie eingewickelt war).

Börek und Köfte.
Im Büro war ich dann gut eine Stunde mit Aufbau und Anrichten beschäftigt. Da ich unsere Büro-Küche kenne, nahm ich von zu Hause ein scharfes Messer und einen Tortenheber mit, außerdem Frischhaltefolie, Seidenpapier für die Tischdeko und Servietten. Gläser, Teller und Besteck gibt es ausreichend im Büro.  

Lachs-Frischkäse-Rolle.
Transport und Aufbau waren fast anstrengender als das eigentliche Kochen. Normalerweise hätten mir die Fahrer dabei geholfen, aber die waren im Einsatz. Dadurch konnte ich aber die Firmenparkplätze am Übergang zum Büro zum Ausladen nutzen, musste also nicht zwei Ikea-Taschen durch's große Parkhaus schleppen.

Kürbis-Hummus mit Gemüse- und Knabbersticks.
Wie bei mir üblich, war das Büfett saisonal. Zugeständnis an die Kollegen waren die Gemüsesticks und Tomate-Mozzarella-Sticks, die es es bei mir normalerweise nicht zu dieser Jahreszeit gibt, aber ich wusste von der Organisation einer Veranstaltung im Januar, dass beides für die Kollegen unbedingt auf ein Büfett gehört, ebenso wie Hackbällchen (und Köfte sind ja nichts anderes). Lustigerweise wurden die Sticks dann aber kaum angerührt. Ansonsten wurde alles ziemlich restlos aufgefuttert.

Dienstag, 12. Dezember 2017

Mohn-Apfelkuchen mit Schmandguss

Jüngst erzählte der Gatte, er habe beim Kaffee mit seiner Mutter Apfelkuchen mit Mohn und Schmand serviert bekommen. Diese Kombi wollte ich auch mal probieren, also buk ich kurzerhand einen.

Mohn-Apfelkuchen mit Schmandguss.
Der Kuchen sollte mindestens vier Stunden auskühlen - er ist also nichts für den schnellen Kuchenhunger.

Gleich wird er angeschnitten, der Mohn-Apfelkuchen mit Schmandguss.
Mohn-Apfelkuchen mit Schmandguss

Zutaten für eine 26er Springform:

6 Eier
150 g Mehl
250 g Zucker
2 EL Vanillezucker
1 Prise Salz
75 g kalte Butter, in Flocken
1 - 2 EL kaltes Wasser
250 ml Milch
200 g gemahlener Mohn
200 g Schmand
1 EL Stärke
1 Vanilleschote, das Mark davon
6 Äpfel
3 EL Semmelbrösel
Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:

Milch aufkochen und Mohn, 100 g Zucker, 1 EL Vanillezucker und 1 Prise Salz einrühren. Unter Rühren nochmals aufkochen, 2 bis 3 Minuten köcheln und vom Herd ziehen. Abkühlen lassen, dabei öfter umrühren.

1 Ei trennen. Mehl, 75 g Zucker, 1 EL Vanillezucker, 1 Prise Salz, Butter, 1 Eigelb und 1 bis 2 EL kaltes Wasser zu einem glatten Mürbteig verkneten (das Eiweiß brauchst Du später noch).

Eine Springform mit Backpapier auslegen oder einfetten und mit Mehl ausstäuben, dann den Teig darin ausrollen (hier freue ich mich immer wieder, dass ich mir vor Jahrenden mal einen konischen Teigroller* zulegte). Den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen und die Springform etwa 30 Minuten kalt stellen.

Schmand, 3 Eier, Stärke und 75 g Zucker verrühren. Die Äpfel waschen, schälen, halbieren und entkernen, mit etwas Zitronensaft beträufeln.

Das Eiweiß zu steifem Schnee schlagen und mit 2 Eiern unter die Mohnmasse rühren.

Form aus dem Kühlschrank nehmen und den Mürbeteigboden mit Semmelbrösel bestreuen. Die Mohnmasse darauf verteilen und glatt streichen. Die Äpfel mit der Schnittfläche nach unten nebeneinander kreisförmig hineinsetzen und leicht in die Mohnmasse drücken. Den Schmandguss vorsichtig über die Birnen gießen und in den Backofen schieben.

 Bei 160° C Umluft etwa 70 bis 80 Minuten backen, dabei den Kuchen nach etwa 30 Minuten mit Alufolie abdecken, damit er nicht zu dunkel wird.

Den Kuchen aus dem Ofen nehmen, auf ein Kuchengitter setzen, mit einem Messer vom Springformrand lösen und in der Form ca. 4 Stunden auskühlen lassen. Aus der Form lösen und den oberen Rand mit Puderzucker bestäuben

Quelle / *Affiliate link

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Salat mit Pilzen, Radieschen und Butternut-Kürbis

Shiitake esse ich sehr gerne - wenn ich sie denn mal bekomme. Normalerweise muss ich sie durch Champignons ersetzen, so auch in diesem Fall.

Salat mit Pilzen, Radieschen und Butternut-Kürbis.
Und wie bei diesem Salat schaffte ich es wieder mal nicht, Radieschen so anzubraten, dass sie ihre Farbe behalten. Langsam glaube ich, das geht gar nicht.

Salat mit Pilzen, Radieschen und Butternut-Kürbis

Zutaten für 2 Portionen

300 g Champignons
1 Bund frische Radieschen
1/4 Butternut-Kürbis (alternativ: Hokkaido)
20 g weißer Sesam
2 Frühlingszwiebeln
2 EL Erdnussöl
5 EL Sojasauce
1 Knoblauchzehe
1 EL Honig bzw. Aganvendicksaft, wenn's vegan werden soll
1 TL Sesamöl
2 EL Reisessig

Zubereitung:

Pilze in Scheiben schneiden und beiseite stellen. Radieschengrün entfernen, beiseite legen. Radieschen putzen und dreiteilen. Schale des Butternutkürbis entfernen und den Kürbis in feine Spalten hobeln. Frühlingszwiebeln in feine Ringe Schneiden.

Shiitakepilze in etwas Erdnussöl 5 Minuten lang scharf anbraten, dabei immer wieder durchschwenken. Radieschen und Kürbis dazugeben und für 2 Minuten mit anschwitzen. Alles in eine Salatschüssel geben und beiseite stellen. Sesam in einer Pfanne ohne Fett anrösen, bis die Körner zu springen beginnen.

Sesamöl, Sojasauce, Reisessig und Honig in einem Gefäß zusammen aufmixen. Knoblauch fein hacken, zum Dressing geben und einige Minuten stehen lassen. Etwas vom Radieschengrün abwaschen, kleinzupfen und zum Gemüse geben. Dann das Dressing darüber gießen und untermischen. Portionen auf dem Teller anrichten und mit Sesam und Frühlingszwiebelringen garnieren.


Quelle: Schlaraffenwelt

Dienstag, 5. Dezember 2017

Sharlotka mit Marzipan (Werbung / Produkttest)

Als die Alleskörner im Rahmen der Kampagne des Verbands der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft anfragten, ob ich Lust hätte, Haferprodukte zu testen, sagte ich spontan zu, denn Hafer hat in unserem Speiseplan seinen festen Platz, nicht nur in Form von Overnight Oats oder Schmelzflocken. Ohne die Anfrage wäre ich nicht auf die Idee gekommen, Haferflockenmehl auszuprobieren.

Doch, doch, da sind auch Äpfel im russischen Apfelkuchen. 
Zum Glück kam ich vor der Zubereitung auf die Idee, mal nach Haferflockenmehl zu googlen, denn mir war nicht klar, ob ich das Mehl alleine verwenden kann oder nicht, und auf der Verpackung des getesteten Produkts fehlte diese Info. Im Hinterkopf leuchtete "Hafer = glutenfrei" auf. Hafer ist nicht glutenfrei, wird aber manchmal von Glutenintoleranten  besser vertragen. Normalerweise ersetzt man etwa ein Drittel des Mehl durch Hafer.

Ich backe üblicherweise mit einer selbstgemachten Weizen-Dinkelvollkorn-Mehlmischung und habe hier ein Drittel durch Haferflockenmehl ersetzt. Der Teig ist kompakter als sonst und schmeckt intensiver.

Haferflockenmehl kannst Du übrigens ganz schnell selbst machen: Einfach Haferflocken in einer Küchenmaschine mahlen.

Sharlotka mit Marzipan

Zutaten für eine 26er Springform:

4 - 8 säuerliche Äpfel (je nach Größe), Sorte nach Geschmack (meine kommen aus Mudderns Garten, und trotz Pomologenbesuchs wissen wir nicht, welche Sorte da wächst ...)
Saft einer halben Zitrone
4 Eier
100 g brauner Zucker
100 g Weizen-Dinkelvollkorn-Mehlmischung
50 g Haferflockenmehl
2 TL Backpulver
1 Vanilleschote, das Mark davon
1 EL Zimt
100 g Marzipanrohmasse, fein gerieben

Butter / Mehl für die Springform (alternativ Backpapier*)

Zubereitung:

Die Äpfel schälen, entkernen und in Stücke schneiden. Dann mit Zitronensaft benetzen, damit sie nicht braun werden, und in die gebutterte und gemehlte Backform schichten. Mir war diesmal nach viereckig, aber eine normale Springform tut’s auch.

Die Eier mit dem Zucker schaumig rühren und dann die restlichen Zutaten hinzugeben. Den Teig über die Äpfel gießen und die Scharlotka bei 160°C (Umluft) etwa 30 Minuten backen, bis sie goldbraun ist (Stäbchenprobe).

Quelle: Schön und fein

* Affiliate links:

Freitag, 1. Dezember 2017

In Hamburg um die Welt: Afghanistan - Helms Lounge

Wenn E. und ich uns im Archäologischen Museum in Harburg treffen, kehren wir auf ein Heißgetränk in der Helms-Lounge ein.

Was angesichts von Frühstücks- und Kaffee- und Kuchenangebot kaum wahrnehmbar ist: Die Helms-Lounge ist eigentlich ein afghanisches Restaurant, allerdings ohne die übliche Orient-Einrichtung. Stattdessen ist die Möblierung loungig-stylisch.

Mir ist das Lokal ein wenig zu kühl und kahl, was aber auch an der großen Fensterfront und den beiden Eingangstüren liegt - irgendwo zieht's immer, und ich bin meistens ziemlich fröstelig.

Pekaure Katschalu.
Jüngst probierten wir dann mal die afghanische Küche aus. Wir entschieden uns für Pekaure Katschalu, Kartoffelscheiben in Gewürzteig gebacken mit Salat und zweierlei Chutney, sowie für Borani banjan, Auberginen mit Tomaten und Joghurt. Beides schmeckte gut und machte Lust auf mehr.

Borani banjan.
Was gar nicht ging, war das Fladenbrot, das die Borani banjan begleitete. Kennst Du diese Aufback-Pita, die's im Supermarkt gibt? Genauso schmeckte das Fladenbrot - nur leider nicht aufgebacken ... Da gibt es doch sicher einen besseren Lieferanten.

Kulinarisch gibt es noch einiges zu entdecken.
Mehr zur Reihe "In Hamburg um die Welt" gibt es unter diesem Link.

Donnerstag, 23. November 2017

Hähnchenbrustfilet mit Rosenkohl und Kartoffeln

Momentan ist bei uns in der Küche meistens Improvisation angesagt. Ich warte immer noch auf meine Versetzung (18 Arbeitstage noch ...), der Gatte ist im Weihnachtsgeschäftsstress und wuppt den Wocheneinkauf sonnabends meistens alleine, weil ich entweder malad, bei Mudderns oder auf dem Swutsch bin. Zurzeit gibt es also bei uns keinen Wochenplan, sondern das, was der Gatte einkaufte.

Hähnchenbrustfilet mit Rosenkohl und Kartoffeln.
Hähnchenbrustfilet mit Rosenkohl und Kartoffeln

Zutaten für 4 Portionen:

400 g  kleine Kartoffeln (Drillinge)
750 g  Rosenkohl
2 Hähnchenbrustfilets
Öl
200 ml  Gemüsebrühe
1 Schuss Sojasauce
1 guter Schuss Weißwein
1–2 Spritzer Zitronensaft
Salz
Pfeffer

Zubereitung

Kartoffeln schälen, waschen und in kochendem Salzwasser ca. 15 Minuten vorgaren. Rosenkohl putzen, waschen, ggf. halbieren und die letzten 4 bis 5 Minuten zu den Kartoffeln geben.

Fleisch waschen, trocken tupfen und in grobe Stücke schneiden, mit Salz und Pfeffer würzen. Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Fleisch darin unter Wenden 3 bis 4 Minuten anbraten, mit Sojasauce und Weißwein ablöschen, herausnehmen.

Kartoffeln und Rosenkohl abgießen, kurz ausdampfen lassen. Kartoffeln und Rosenkohl in der Pfanne unter Wenden 6 bis 7 Minuten goldbraun anbraten (ich habe ein paar Rosenköhler nicht mitgebraten, weil sie mir sonst zu weich geworden wären). Fleisch dazugeben. Brühe angießen und aufkochen. Kurz köcheln lassen, mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Der Gatte aß Kräuterquark dazu. Mir schmeckte es ohne.

Quelle

Dienstag, 21. November 2017

Kochen ohne Tüte: Bolognese-Kartoffel-Gratin

Traditionalisten, die wissen, dass ein Ragù alla bolognese aus Rinderhack, feingehackter Zwiebel und Möhre, feingehacktem Bleichsellerie, Pancetta, Wein, etwas Wasser oder Fleischbrühe, Tomatenmark oder Tomatensauce sowie allerlei Gewürzen bei niedriger Temperatur mehrere Stunden gegart wird, gucken hier besser weg, denn mit einer fixen Tüte lässt sich keine adäquate Bolognese machen.  Dieses Kartoffel-Gratin sollte also wohl korrekterweise "Kartoffel-Gratin mit Sauce nach Bologneser Art" heißen.

Bolognese-Kartoffel-Gratin.
Der Gatte nimmt sich gerne sonntags Zeit, um Bolognese auf Vorrat zu kochen. Die frieren wir dann portionsweise ein (irgendwann traue ich mich auch mal ans Einkochen). Diesmal war der Vorrat aber gerade erschöpft, und deswegen gab's ein Tütenrezept - ohne Tüte, klar. Dadurch verzichtete ich auf einen Großteil dieser Zutaten:
26% Tomatenpulver, Stärke, jodiertes Meersalz, Palmöl, Weizenmehl, Zucker, Zwiebeln, Karotten, Oregano, Würze, Knoblauch, Paprika, Rote-Bete-Pulver, Basilikum, Petersilie, Aromen
bzw. dieser Zutaten:
41,5 % Tomaten, Jodsalz, Reismehl, Hefeextrakt, Kartoffelstärke, Gewürze (4,3 % Zwiebelpulver, Knoblauch, Paprika, Pfeffer), Zucker, 3,2 % Gemüse (Karotten,1,6 % Zwiebeln), Kräuter (Petersilie, Oregano), Sonnenblumenöl, Paprikaextrakt.
Ich hatte mir schon beim Lesen des Rezeptes gedacht, dass mir das Gratin mit Nudeln besser schmecken würde, und so war's auch.

Bolognese-Kartoffel-Gratin

Zutaten für 4 - 6 Portionen:

400 g Hackfleisch
100 g gewürfelter Schinkenspeck
500 g passierte Tomaten
200 ml Wasser
1 Zwiebel, fein gehackt
600 g gekochte Kartoffeln, in Scheiben geschnitten
1 guter Schuss Rotwein
200 g Créme fraîche
150 g geriebener Käse
1/2 TL getrockneter Thymian
1/2 TL getrockneter Oregano
Öl
Salz
Pfeffer

Zubereitung

Hackfleisch im heißen Öl anbraten, Zwiebel und Speck zugeben und mitbraten. Mit einem guten Schuss Rotwein ablöschen, passierte Tomaten, Thymian, Oregano und Wasser dazu geben, verrühren, mit Kräutern, Salz und Pfeffer abschmecken und alles etwas einköcheln lassen.

Die Hälfte der Kartoffeln in eine Auflaufform geben, etwas salzen. Hackfleisch darüber verteilen. Crème fraîche als Kleckse darauf geben. Mit den restlichen Kartoffeln abdecken. Käse darüber streuen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Umluft 175 °C) ca. 25 Minuten überbacken.

Donnerstag, 16. November 2017

Schmelzflocken mit Marzipan und Mohn

Anfang des Monats hatte ich üble Zahnschmerzen, die sich zu einer Wurzelentzündung ausweiteten. Das Ganze zog sich über eine Woche, denn es war unklar, welcher Zahn die Ursache ist, ob überhaupt ein Zahn die Ursache ist oder was ganz anderes. Beim Zahnarzt waren natürlich alle Zähne komplett schmerzfrei und ohne Befund ...

Zahnschmerzen kenne ich eigentlich nicht. Die letzten wirklich heftigen hatte ich als Sechzehnjährige, und damals war eine vereiterte Kieferhöhle die Ursache. Vor zehn Jahren machte ich aus einem Implantat ein Drama (seitdem steht fest, keine weiteren Implantate für mich). Ansonsten aß ich nur ein paar Stunden nach einer Wurzelspitzenresektion wieder fröhlich Toast mit Spiegelei, einen Tag nach einer Weisheitszahn-OP Scalopine al limone und arbeitete mit einer entzündeten Zahnwurzel ziemlich schmerzfrei wochenlang in der jordanischen Wüste.

Schmelzflocken mit Marzipan und Mohn.
Ich war also 50 Jahre quasi zahnschmerzfrei, und so überforderte mich diese tagelange heftige Schmerzattacke, gegen die auch keine Tabletten halfen, total. Freitag Nachmittag eskalierten die Zähne. Nach einer schlaflosen Nacht brachte mich der Gatte sonnabends in die Notfallpraxis, wo man nichts feststellen konnte, weil die Zähne absolut intakt und ohne Befund waren. Dafür war meine linke Gesichtshälfte heiß und geschwollen.

Die Zahnärztin verschrieb auf Verdacht ein Antibiotikum und Schmerztropfen, weigerte sich aber unverständlicherweise, mir doch einfach alle Zähne im Unterkiefer zu ziehen, damit nur endlich diese verdammten Scherzen aufhören. Der Gatte weigerte sich ebenfalls, mir die Zähne zu ziehen und versteckte vorsichtshalber alle Zangen. Montag gelang es dann endlich, den betroffenen Zahn zu lokalisieren und die Wurzelbehandlung einzuleiten. Die knockte mich dann nochmal zwei Tage aus, aber wenigstens waren endlich die Schmerzen weg.

Schmelzflocken mit Marzipan und Mohn, schön vermischt.
Der Gatte, der jahrelang mit Zahnschmerzen sehr geplagt war, ließ mich das Wochenende wimmernd auf dem Sofa liegen, versorgte mich regelmäßig mit Eispads, schmiss den Haushalt und übernahm den Wocheneinkauf, von dem er Schmelzflocken mitbrachte. Die halfen ihm nämlich oft über Zahnschmerzen hinweg, weil sie, anders als Haferflocken, getrunken werden können. Ich kannte sie bis dahin nicht, und die Vorstellung, sie zu trinken, behagte mir nicht (ich brauchte ja ewig, um mich an die Konsistenz von Overnight Oats zu gewöhnen). Aber so mit Marzipan und Mohn sind sie lecker.

Schmelzflocken mit Marzipan und Mohn

Zutaten für 1 Portion:

100 ml Wasser
100 ml (Mandel-)Milch
6 EL Schmelzflocken*
10 g Marzipan-Rohmasse, geraspelt
1 EL Mohn
1 Prise Salz

Zubereitung:

Schmelzflocken im Wasser-Milch-Gemisch auflösen und mit einer Prise Salz sowie der Marzipanrohmasse unter Rühren aufkochen lassen. Ins Essgefäß der Wahl umfüllen. Mohn unterrühren und etwas abgekühlt schmecken lassen.

* Affiliate link

Mittwoch, 15. November 2017

Die Prager Markthalle (Pražská tržnice)

Auf die Prager Markthalle, die unweit der Moldau im Stadtteil Holešovice liegt, hatte ich mich sehr gefreut, versprach die zum Markt gehörige Homepage doch blühendes Leben. Irgendwie hatten wir aber wohl ein schlechtes Timing, denn das Areal präsentierte sich ziemlich öd, verfallen und leer.

First things first: Erstmal Kaffee.
Der Markthallen-Komplex wurde zwischen 1893 und 1895 im Jugend- und Neo-Renaissance-Stil als zentraler Schlachthof errichtet. Von dieser Nutzung zeugen beispielsweise noch die Plastiken an den zentralen Zugängen. Zur Spitzenzeit, 1929, wurden hier 75 Millionen Stück Vieh geschlachtet und verarbeitet. Bis 1983 wurde das Areal als Schlachthof genutzt, seitdem als Markt. Seit 1993 ist der Ort als Kulturdenkmal geschützt.

Blick auf das Gelände von der Bubenské nábřeží aus.
Wir betraten das Areal von der Bubenské nábřeží aus und freuten uns nach Tagen von Schildern in der für uns fremden tschechischen Sprache, endlich mal wieder Schilder in einer vertrauten Sprache zu sehen: Das Lokal Vrátnice Grill & Beer wirbt auf Dänisch, gibt es dort doch dänisches Bier. Wir hatten aber Kaffeedurst und landeten bei Kopeček Cukrárna, wo wir von der Terrasse aus das Treiben auf dem Vietnamesenmarkt beobachteten. Ich bedauerte, dass wir schon im Bistro des Technischen Museums gegessen hatten, denn aus den vietnamesischen Garküchen roch es ausgesprochen lecker.

Auf dem Markt.
Auf dem Markt.
Wir bummelten dann noch eine Weile über das Areal, aber so richtig konnte es uns nicht in seinen Bann ziehen. Das mag auch daran liegen, dass wir uns eine Mischung aus Markthallen und Gedöns vorstellten, ähnlich dem Camden Lock Market in London. Das ist vielleicht an den Wochenenden der Fall, wenn in Halle 13 Designer und Kunsthandwerker ihre Waren präsentieren (findet bis Ende des Jahres statt). So dominierten Billigwaren aus Fernost und gefälschte Markenprodukte.

Auf dem Markt.
Ein bekannter Geheimtipp ist wohl die Halle 22, wo es Obst, Gemüse, Fleisch- und Wurstwaren, Käse und andere Spezialitäten auch von kleinen regionalen Erzeugern gibt. Aber wie gesagt: Wir hatten wohl schlechtes Timing ....

Dienstag, 14. November 2017

Böhmische Küche und Steaks im Kampárium (Prag)

"Sachma, warum haben wir die letzten Tage eigentlich nie in einem tschechischen Lokal gegessen?", fragte der Gatte am letzten Abend in Prag. "Weil du keine Lust auf Schweinebraten, Gulasch und gefüllte Knödel hattest? Weil dir die Lokale zu touristisch waren? Denk' an den Koberer in der Altstadt mit dem Touristenmenü für 99 Kronen. Oder das Lokal an der Hauptstraße mit der bebilderten Speisekarte." "Hm, ja, aber wenigstens heute möchte ich mal tschechisch essen."

So landeten wir also im Kampárium, einem sehr urigen Kellerlokal mit einem Zugang, den man am Besten auf allen Vieren nimmt (wir bewunderten die Kellner, die es schaffen, mehrmals pro Tag über diese Felsstiege zu klettern, um die Gäste auf der Terrasse zu bewirten).

Die Balsamico-Creme am Tellerrand verrät: Mein Steak wurde medium rare bestellt.
Der Gatte bestellte auch diesmal nichts Böhmisches, sondern wie ich ein Steak mit Bratkartoffeln. Die Steaks erwiesen sich leider als zäh, was bei einem Lokal, das sich auch als Steak-House versteht, nicht passieren sollte. Böhmische Küche wäre vermutlich die bessere Wahl gewesen. Das Hausbier war süffig, der Service nett und flott - mit gutem Steak wäre es perfekt gewesen.

Montag, 13. November 2017

Pause im Kavárna Zlatá ulička (Prag)

Für die Prager Burg plante ich einen ganzen Tag ein, und wir hätten dort problemlos sogar noch mehr Zeit verbringen können. Der Gatte hat eine beneidenswerte Kondition, wenn's um Ausstellungen geht. Ich zog mich irgendwann etwas zurück, weil's zu viele Eindrücke für mich waren.

Kavárna Zlatá ulička.
Das Lokal ist wirklich winzig.
Einfach mal den Blick nach oben werfen: Die Decke im Kavárna Zlatá ulička.
Ein schöner Rückzugsort findet sich ausgerechnet im meist sehr überlaufenen Goldenen Gässchen: Das Kavárna Zlatá ulička. Es ist zu klein für Reisegruppen, die den linken Teil des Gässchens anscheinend meistens eh buchstäblich links liegen lassen. So war das Café bei unserem Besuch nur wenig besucht, und unter den Besuchern waren auch Prager Stammgäste.

Sonntag, 12. November 2017

Mittagsimbiss im Restaurant Lippert auf dem Staroměstské náměstí (Prag)

Nach einem Vormittag im recht enttäuschenden Lego-Museum, einem Bummel durch die übervolle Altstadt, damit der Gatte mal das Postkarten-Prag sieht, und einem kurzen Abstecher in das ehemalige jüdische Viertel fielen wir erschöpft auf die Bänke der Terrasse des Restaurants Lippert auf dem Staroměstské náměstí.

Heute kommt die hausgemachte Limonade im Krug.
Bei Salat mit Birne und Entenbrust, dunklem Bier und der hausgemachten Limonade, die es zurzeit in Prag überall gibt, schöpften wir neue Kraft, um anschließend die Kirche St. Nikolaus in der Altstadt (mit informativer Ausstellung zur Geschichte der Hussiten), Teynkirche und Ungelt zu besichtigen.

Salat mit Birne und Entenbrust.
Das Essen im Lippert ist gut, das Bier süffig, der Service flink. Auch das Innere des Restaurants ist absolut sehenswert, besteht es doch teilweise aus einem gotischen Keller, dessen Fundamente ins 14. Jahrhundert zurückreichen. Der Weg zur Toilette gestaltet sich abenteuerlich - nichts für Menschen, die es barrierefrei brauchen, aber malerisch.

Samstag, 11. November 2017

Pizza im Ristorante Carmelita in Prag

Nach dem abendlichen Bummel über den Prager Hausberg Petřín landeten wir im Ristorante Carmelita, einer Pizzeria an der Újezd. Es war ein lauer Abend, wir konnten draußen sitzen und genossen den Blick auf das Treiben an der lebhaften Hauptverkehrsstraße.

Holzofenpizza, Bier und Limonade.
Die Holzofenpizza ist gut, Bier und Cocktails sind suffig, der Service freundlich.

Später spazierten wir noch zum Malostranské náměstí, dem zentralen Platz auf der Kleinseite, und fuhren mit der Tram zurück ins Hotel.

Freitag, 10. November 2017

Fünf Tage Prag oder: Abendessen, wo Karel Gott einst frühstückte

Ende September waren wir für ein verlängertes Wochenende in Prag. Die Reiseplanung überließ der Gatte wie üblich mir, und ich machte mir einige Gedanken, vor allem über die Hotelwahl. Ziemlich schnell war klar: Ich möchte in keines der Hotels in der überlaufenen Altstadt, wo ich in Menschenmassen stehe, sobald ich aus der Tür trete. Also suchte ich eine ruhige Gegend und kam auf die Kleinseite.

Beliebter Snack: Trdelník, hier mit Schokolade gefüllt.
Nach einigem Hin und Her, ob es denn nun auch wirklich mit dem Urlaub klappt, fiel unsere Wahl auf das preiswerteste Hotel auf meiner Liste, Hotel Malá Strana - die teureren Alternativen waren nämlich inzwischen ausgebucht. Das Hotel liegt günstig zu verschiedenen Straßenbahnlinien, hat einige Lokale und Bars in der Umgebung, und man kann schön an der Moldau spazieren gehen.

Trdelník kann man fast überall kaufen. Hier gibt es sie mit Eis gefüllt.
Wir mieteten ein Studio im Dachgeschoss und hatten mehrmals jeden Tag Spaß mit dem Aufzug, der sehr langsam fuhr, einen Zwischenstopp im ersten Stock brauchte und zwischen dem vierten und dem fünften Stock einmal komplett resettet werden musste.

Erntedank-Bild auf dem
Herbstmarkt der Insel Kampa.
Ansonsten war das Preis-Leistungs-Verhältnis top, und vor allem das Frühstücksbüfett hatte eine Qualität, mit der ich bei einem so einfachen Hotel nicht gerechnet hätte. Einzig das chaotische Housekeeping, das erst am späten Nachmittag kam, und ein Fernseher ohne irgendein nicht-tschechisches Programm störten. Letzteres kompensierte ich mit Radiohören über das stabile wlan, aber dem Gatten fehlte das Fernsehen.

In der Umgebung gab's einige spannende Restaurants, allein, die waren nicht gattenkompatibel. Am ersten Abend aßen wir ohnehin auf unserem Zimmer, denn wir hatten noch so viel belegte Brote von der Hinfahrt.

Am zweiten Abend aßen wir im Café Savoy. Davon gibt's keine Fotos, die Kamera hätte nur gestört. Es gab einen wunderbar interpretierten Salade niçoise mit gegrilltem Thunfisch, gefolgt von Wiener Schnitzel für den Gatten und Steak tartare für mich. Dank des begleitenden Rieslings war dann auch irgendwann das Wahlergebnis halbwegs erträglich ...

Blick auf's Café Savoy.
Im Café Savoy wurde ein kitschiges Video mit Karel Gott gedreht, das den Titel "Wenn ein Mann mit einer Frau frühstückt" trägt.



Eigentlich wollten wir nochmal zum Konditorn ins Savoy, aber ausgerechnet in Prag waren wir nicht einmal richtig konditorn.

Uns war gerade so.
In den nächsten Tagen stelle ich Dir die eine oder andere Lokalität, in die wir in Prag stolperten, vor.

Donnerstag, 9. November 2017

Nachgekocht: Döppekooche (Kesselsknall) zu St. Martin

Am 11. November ist Martinstag, ein Feiertag, der mir völlig unbekannt war, bis ich rheinische Kochfreunde traf, die über die Zubereitung von Martinsgans und Kesselsknall diskutierten und Weckmänner verschenkten.

Döppekooche.
Döppekooche oder eben auch Kesselsknall aßen die, die sich keine Martinsgans leisten konnten, zu St. Martini, also am 11. November. Das Kartoffelgericht ist ein deftiges Herbst- und Winteressen und, wenn man gute Zutaten kauft, nicht unbedingt günstig: Für den Betrag, den ich beim Schlachter des Vertrauens für sechs Mettenden ließ, hätte ich im Supermarkt durchaus auch 'ne Gans für 'ne Großfamilie bekommen ...

Döppekooche.
Döppekooche

Zutaten für 6 Portionen:

2,5 kg Kartoffeln, festkochend
6 Mettenden
600 g Speck, in Scheiben geschnitten (je nach Größe des Bräters ggf. weniger)
5 Eier
3 Zwiebeln
Öl
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

Kartoffeln schälen und reiben (wie für Reibekuchen).

Zwiebeln pellen und würfeln.

Mettenden in Scheiben schneiden.

Bräter bis oben an den Rand mit Speck auslegen.

Geriebene Kartoffeln, Mettwürste, Zwiebeln, Eier miteinander vermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und in den Bräter geben.

Zum Schluss den überstehenden Speck umklappen und noch ein wenig Speiseöl oben drüber verteilen.

Dann kommt das Ganze für etwa 3 Stunden bei 150°C (Umluft) in den Ofen.

Sollte der Döppekooche oben zu dunkel werden, die Temperatur etwas reduzieren und den Bräter abdecken.

Quelle: Küchenjunge

Dienstag, 7. November 2017

Kochen ohne Tüte: Kartoffel-Kürbis-Chili mit Hack

Momentan fordern unsere Berufe ihren Tribut: Der Gatte und ich sind mehr als erschöpft. Er steckt mitten in der Hauptgeschäftszeit, die bei ihm von Oktober bis März geht, und von mir fällt der Stress der letzten Monate langsam ab, jetzt, wo ich weiß, dass ich in viereinhalb Wochen auf die neue Stelle wechsle. So gibt es bei uns zurzeit meist einfache Küche.

Kartoffel-Kürbis-Chili mit Hack.
Bei diesem Gericht verzichtete ich auf die fixe Tüte und somit auf vieles hiervon:
22% Tomatenpulver, Zucker, Palmöl, Weizenmehl, jodiertes Meersalz, Zwiebeln, Stärke, Paprika, geräuchertes Chilipulver, Knoblauch, Koriander, Kreuzkümmel, Kochsalzersatz, Cayennepfeffer, Speisesalz, Kräuter (Thymian, Lorbeerblätter), Pfeffer, Rote-Bete-Pulver, Hefeextrakt, Ingwer, Zwiebelsaftkonzentrat, Aromen, Sonnenblumenöl, Petersilienwurzel
bzw. auf
38,2 % Tomaten, Gewürze (Paprika, Pfeffer, Zwiebeln, Chili, Knoblauch, Kümmel, Ingwer), Kartoffelstärke, Jodsalz, Hefeextrakt, Aromen, Zucker, Kräuter (Petersilie, Salbei, Bohnenkraut, Oregano, Thymian, Lorbeer), geräucherter Speck (Speck, Rauch), Raucharoma, Säuerungsmittel Citronensäure.
Im Original wird das Gericht mit Hokkaido zubereitet. Normalerweise gibt es die überall in Unmengen. Diesmal fanden wir keinen. Stattdessen nahmen wir Butternut, ohnehin mein Lieblingskürbis wegen seines fruchtigen Aromas. Um das noch zu unterstützen, würzte ich mit Lemon Drop. Eine andere Chilisorte tut's aber auch.

Kartoffel-Kürbis-Chili mit Hack

Zutaten für 4 - 6 Portionen:
400 g Kartoffeln
1 kleiner Kürbis (Butternut / Hokkaido)
1 rote Zwiebel
400 g Rinderhack
Butterschmalz
100 ml Wasser
1 Dosen stückige Tomaten (Bruttogewicht je 400 g)
1/4 - 1/2 TL Zimt
Salz
Pfeffer
Chilipulver / Chiliflocken
Paprikapulver rosenscharf
Paprikapulver edelsüß
Agavendicksaft* / Honig

Zubereitung:

Kartoffeln und Kürbis schälen (entfällt beim Hokkaido). Kürbis teilen und die Kerne entfernen. Kartoffeln und Kürbis in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Zwiebel pellen, vierteln und in Streifen schneiden.

Butterschmalz in einem Topf erhitzen. Hack und Zwiebel braten, dann Kartoffeln und Kürbis dazu geben und unter Rühren Farbe nehmen lassen. Mit reichlich Paprikapulver (beide Sorten) bestäuben und mit Wasser ablöschen. Die Tomaten dazu geben, mit Salz, Pfeffer und Chili abschmecken und alles etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis Kartoffeln und Kürbis gar sind. Dabei ab und zu umrühren. Nochmals abschmecken, etwas Agavendicksaft oder Honig dazu geben und mit Créme fraîche servieren.

* Affiliate links: