Montag, 22. September 2014

Reklame: Der neue Volvic-TV-Spot „Giant“ (Sponsored Video)

In vielen Büros, in denen ich arbeitete, wird Volvic* getrunken. Im aktuellen Büro bestelle ich alle Vierteljahr drei Kisten Volvic Eistee Pfirsich für meine Chefin und erinnere sie mehrmals am Tag daran, dass sie ihn auch trinken soll. Zwar gäbe es da auch digitale Erinnerungen wie Trinkwecker oder analoge wie Schwiegermutters Eieruhr, die alle Stunde bimmelt, um sie daran zu erinnern, dass sie ein Glas Wasser trinken soll, aber eine persönliche Erinnerung ist nachdrücklicher.

Und Trinken ist etwas, das wir alle hier im Büro viel zu oft vergessen. Müdigkeit, Kopfschmerzen, Leistungsabfall sind dann oft die Folge. Wasser ist halt ein Grundnahrungsmittel und Hauptbestandteil unseres Körpers.

Aber auch privat steht Volvic* hoch im Kurs, nämlich bei Schwiegermutter. Regelmäßig bringen wir ihr einen Sechserträger vom Wocheneinkauf mit, damit sie nicht so schwer tragen muss.

Nun hat Volvic* sein Design geändert: Der Vulkan „Puy de Dome“, dem die Quelle des Mineralwassers inmitten eines der größten Naturschutzgebiete Europas entspringt, rückt stärker in den Mittelpunkt. Begleitend dazu gibt es ein, wie ich finde, sehr gelungenen TV-Spot mit dem Titel „Giant“, unterlegt mit der Musik des französischen Künstlers Woodkid.




Das 1927 wird das Mineralwasser aus ca. 90 Metern Tiefe gefördert und passiert dabei Gesteinsschichten, deren Ursprung Millionen von Jahren zurückreicht. Das neue Design soll den kraftvollen Ursprung des Mineralwassers ausdrücken. Ich finde, gerade im Spot kommt das sehr gut rüber. Und ich wünsche mir, dass der Volvic-Spot* nicht nur im Fernsehen, sondern auch im Kino läuft: Auf einer großen Leinwand wirkt er sicher richtig gut!

Ich muss übrigens jedes Mal schmunzeln, wenn ich Volvic-Flaschen sehe. Ursache ist ein Vorfall vor vielen Monden, als ich in einer Redaktion arbeitete (in der übrigens auch Volvic getrunken wurde). Zu Füßen des Redaktionsgebäudes gab es einen Tante-Emma-Laden, in dem wir uns mehr oder weniger täglich mit Brötchen, Schnobkram und Wasser versorgten.

Eines Tages war vor uns eine ältere Dame, Typ lila Pudellocken, an der Reihe, die sehr wohl artikuliert „Einmal Voll-Fick, bitte!“ verlangte. Mein damaliger Chefredakteur kreischte gespielt entsetzt: „Aber doch bitte nicht hier im Laden vor allen Leuten!“

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Samstag, 20. September 2014

Rückblick: Wochenplan KW 38

Diese Woche begann zumindest geplant:

Sonnabend machte ich Spaghetti mit Paprikasauce. Die reichten dann auch noch für mich am Sonntag und für ein Büro-Mittagessen des Gatten.

Montag gab es eine Kartoffelsuppe.

Dienstag wollte ich einen Flammkuchen mit Ziegenkäse und Birnen machen, allerdings fiel Kollegin II aus, so dass ich ihre Spätschicht übernehmen musste. Der Gatte dachte sich, dass ich bestimmt keine Lust mehr zum Kochen habe, wenn ich nach Hause komme und machte Würstchen mit Kartoffelsalat

Mittwoch sollte es eigentlich die Reste von Kartoffelsuppe und Flammkuchen geben, aber die der Suppe nahm sich der Gatte mit ins Büro und der Flammkuchen fiel ja aus. Aber der Gatte sorgte nicht nur für Würstchen und Kartoffelsalat, sondern auch für Tomate und Mozzarella für den Fall, dass ich auch am Mittwoch noch Doppelschicht arbeite. So war dann das Mittwochsessen geklärt

Donnerstag gab's Ofengemüse mit Tomaten- und Joghurtsauce und Steaks. Freitag sollte es das Gemüse noch mal mit Fisch geben, aber ich hatte bei der Wochenplanung vergessen, dass ich zum Fremdessen verabredet war - wie meistens ohne den Gatten. Der Gatte, zu müde zum Kochen, machte sich TK-Pizza.

Mal schauen, was die kommende Woche bringt. Sicher ist bislang einmal gattenfreies Fremdessen und einmal Vertretungsdienst.

Freitag, 19. September 2014

Freitags-Freude: Obst vom Gut Wulksfelde und die Bio-Brotbox

Auf dem Schreibtisch in meinem kleinen Büro stehen normalerweise ein Strauß Blumen und ein Obstteller.

Auf den Schreibtischen der Chefs und auf dem Empfangstresen stehen Schälchen mit Schnobkram - Lakritze ist besonders beliebt.

Das Obst auf meinem Schreibtisch löst gelegentlich Befremden aus. So hielt Blaumann I letztens im Flur-Sprint inne und meinte: "Was haben Sie denn da gekauft?" - "Weintrauben, Nektarinen, Birnen." - "Aha! Da sind gefährliche Vitamine drin, das wissen Sie, ja?!"

Einmal im Jahr stürzen sich aber alle auf die gefährlichen Vitamine. Dann nämlich kommt eine Obstkiste vom Gut Wulksfelde im Büro an. Die Schnobkramschälchen auf dem Empfangstresen werden abgelöst durch Pflaumen, Äpfel, Birnen, Bananen, Weintrauben ...

Gefährliche Vitamine vom Gut Wulksfelde.
Die Obst-Lieferung ist ein Dankeschön für Teilnahme an der Initiative "Bio-Brotbox Hamburg". Zum Schulanfang erhalten alle Hamburger Erstklässler eine mit allerlei Leckerem gefüllte Brotdose.

In diesem Jahr wurden 15.500 Boxen mit Brot, einer Wurzel, Aufstrichen, Weintrauben, Tee, Sesamriegel, Müsli und einem kleinen Bilderbuch an 240 Schulen verteilt. Gepackt wurden die Boxen am Vortag, einem Sonntag, von etwa 100 Ehrenamtlichen.

Die Boxen machen darauf aufmerksam, wie wichtig das Frühstück für einen guten Start in den Tag ist, gerade für Kinder. Sie sollen Kinder an regional erzeugte Lebensmittel und die biologische Landwirtschaft heranführen.

Im letzten Jahr, noch neu im Team, meinte ich, so eine Obstlieferung wäre doch auch öfter als einmal im Jahr schön. Ich rannte gegen verschlossene Türen.

In diesem Jahr wagte ich einen neuen Vorstoß und fand offene Ohren bei Chef III und Kollegin II. So sitze ich also heute im Büro und vergleiche Angebote von Obstlieferservices für die Entscheidungsfindung in der nächsten Teamsitzung ...

Donnerstag, 18. September 2014

Nachgebacken: Puddingstreusel

Puddingsstreusel.
Puddingstreusel gehören zu den Kuchen, die immer gehen, sommers wie winters.

Außerdem ist mir noch niemand begegnet, der Puddingstreusel nicht mag.

Falls das doch mal passiert, würde das mein Misstrauen wecken. Puddingstreusel muss mensch einfach mögen.

Ich machte diesen Kuchen zum Muddernsbesuch. Vadderns 93. Geburtstag stand an, posthum, und ich lasse Mudderns an solchen Tagen ungern alleine. Da sie zudem kränkelte, war's nichts mit einem Ausflug in den Schafsstall oder in eine andere Lokalität, also brachten wir Kaffee, Kuchen und diverse Leckereien mit zu Mudderns nach Hause.

Mudderns, die, wenn sie nicht gerade von uns versorgt wird, nur von Fertigfutter (und Fertigkuchen) lebt, war begeistert vom Puddingstreusel.

Alles andere hätte mich auch überrascht.

Puddingstreusel

Zutaten für 1 Backblech:

Für den Teig:
500 g Mehl
1 Paket Trockenbackhefe
100 g Zucker
1 EL Vanillezucker 280 ml Milch, warm
80 g Butter
1/2 TL Salz

Für die Füllung:
2 Packungen Vanillepuddingpulver
750 ml Milch
50 g Zucker
2 EL Vanillezucker
1 Prise Salz

Für die Streusel:
300 g Mehl
130 g Zucker
2 EL Vanillezucker
Zimt
200 g Butter

Zubereitung:

Puddingstreusel.
Aus den Zutaten des Hefeteigs einen eben solchen bereiten und 10 Minuten kneten. Gehen lassen.

Währenddessen aus den Zutaten für den Pudding eben solchen kochen und abkühlen lassen. Dabei häufig umrühren oder mit Frischhaltefolie abdecken, damit sich keine Haut bildet.

Blech fetten, 750 Gramm Teig auf einen Bogen Backpapier legen und Blechgröße ausrollen. Auf das Backblech legen. Mit dem abgekühlten Pudding bestreichen und ruhen lassen. Aus dem restlichen Teig Brötchen formen und gehen lassen (wer den Kuchenboden gerne dicker mag, verzichtet auf die Brötchen).

Aus den Zutaten für die Streusel eben solche herstellen und über dem Pudding verteilen. Backblech in den Ofen schieben und den Kuchen 45 Minuten bei 160°C (Umluft) backen.

Brötchen 20-25 Minuten vor Ende der Backzeit in den Ofen geben und bis zum Ende der Backzeit des Kuchens backen.

Quelle: Schnuppschnues

Dienstag, 16. September 2014

Typisch Dänemark: Ein König saugt Staub, eine Königin kocht Essen

Biksemad.
Biksemad ist ein Klassiker der dänischen Küche und ein schnelles Resteessen, wenn Kartoffeln und Braten übrig sind. Biksemad gibt es in jedem guten dänischen Imbiss oder auch Restaurant.

Und natürlich gibt es Biksemad auch als Fertiggericht in der Tiefkühltruhe jedes dänischen Supermarktes (inklusive Aldi). Dabei geht die frische Zubereitung schneller als das Auftauen.

Das Gericht besteht aus gewürfelten gekochten Kartoffeln vom Vortag, gewürfelten Zwiebeln, gewürfeltem Braten vom Vortag, Butter, Salz und Pfeffer. Je nach Gusto (oder Geldbeutel) kann das Fleisch Rind, Huhn, Schwein oder Lamm sein, kommt noch Speck dazu. Beilagen sind Roggenbrot, Rote Bete und Spiegeleier. Nachgewürzt wird mit Engelsk Sauce, englischer Sauce, also Worcestershire Sauce.

Biksemad wurde (und wird) von allen Bevölkerungsschichten Dänemarks geliebt. Der Vater der jetzigen Königen, König Frederik IX., liebte es als Abendessen nach der Jagd, wenn er in seinem Holzhaus in Trend am Limfjord in Jütland weilte. Hier verbrachte die Familie besonders gerne die Weihnachtstage.

Biksemad. 
Zubereitet wurde es nicht etwa von seinen Köchen, denn die Familie pflegte keine Bediensteten mit nach Trend zu nehmen. Stattdessen kochte die Königin.

So stellen wir uns also Königin Ingrid am Herd stehend vor, derweil der König das Holzhaus staubsaugte, was er im Urlaub des öfteren getan haben soll (sicher, weil auch der frischeste jütländische Tannenbaum irgendwann mal nadelt).

Und noch eine Info aus der Kategorie "Unnützes Wissen": Im Dagobert-Duck-Comic "Das Geheimnis der Eisenbahnaktien" von Carl Barks tritt Katie 'Hashknife Kate' Mallard auf. In der deutschen Übersetzung heißt sie Kate Kukuruz, in der dänischen Betty Biksemad.

Als kurz vor unserem diesjährigen Dänemark-Urlaub jemand mit dem Suchbegriff "Bodega Bjælkestuen" auf meinem Blog landete, fiel mir auf, dass ich das Gericht noch nie selbst kochte, sondern nur im Restaurant oder im Imbiss aß. Da wird es also hohe Zeit!

Dieses Rezept nimmt an den Blog-Events bei Feed me up before you gogo und Happy Plate teil.

400x89 Blog   Event: Imbiss mit Biss

Blog-Event - Blogg den Suchbegriff II (Abgabe bis zum 30. September 2014)

Biksemad

Zutaten für 4 Portionen

Butter
600 g gekochte Kartoffeln vom Vortag, in mundgerechte Würfel geschnitten
2 Zwiebeln, mundgerecht gewürfelt
400 g Fleisch vom Braten vom Vortag (Rind, Huhn, Lamm, Schwein - was halt da ist), ohne Schwarte, mundgerecht gewürfelt
Salz
Pfeffer
4 Eier

Optional:
150 g geräucherter Speck, mundgerecht gewürfelt
Worcestershiresauce
Roggenbrot
Scheiben eingelegter Rote Bete
Ketchup und Remoulade

Biksemad.
Zubereitung:

Die Butter in der Pfanne schmelzen. Fleisch (und ggf. Speck) dazu geben und mit mittlerer Hitze braten. Zwiebel hinzufügen und mitbraten, bis sie Farbe genommen hat.

Fleisch und Zwiebel aus der Pfanne entfernen, dabei möglichst viel Fett in der Pfanne lassen, und beiseite stellen.

Kartoffeln in die Pfanne geben und von allen Seiten braun braten. Fleisch und Zwiebeln dazu geben und warmziehen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In einer zweiten Pfanne etwas Butter schmelzen und Spiegeleier braten.

Zusammen mit eingelegter Roter Bete, evtl. Roggenbrot und Saucen servieren.

Quelle: Min Madopskrift

Sonntag, 14. September 2014

Szenen einer Ehe: Klare Rollen

Es klingelt an der Tür.

Er öffnet. Sie hört ihn murmelt, dann ruft er: "Schatz, kommst du mal bitte?!"

Sie geht zur Tür, vor der die Nachbarin von schräg oben steht.

Nachbarin: "Ich möchte bei Ihnen schnorren. Hätten Sie wohl ein bisschen Mondamin für mich?"

Sie: "MON-DA-MIN????"

Nachbarin: "Ja, oder einen anderen Saucenbinder?"

Sie: "SAU-CEN-BIN-DER?! Ähmmmm ... Ach, Sie meinen Stärkemehl?!"

Nachbarin: "Ja, das wird wohl auch gehen."

Sie beschließt, dass es kein günstiger Zeitpunkt ist, um zu erörtern, ob die Nachbarin Mais- oder Kartoffelstärke zum Saucebinden bevorzugt oder doch lieber Pfeilwurz, ob sie überhaupt Sauce binden oder was ganz anderes mit der Stärke machen will, und drückt der Nachbarin eine Tupperdose mit einem Rest Maisstärke in die Hand und, falls der nicht reicht, noch einen Beutel mit Kartoffelmehl.

Als die Nachbarin gegangen ist, fragt Sie ihn: "Warum musste ich eigentlich zur Tür kommen?! Die Stärke hättest du ihr doch auch geben können. Du weißt doch, wo sie ist."

Er: "Sie hat gleich als erstes gesagt: 'Rufen Sie mal Ihre Frau!' ..."

Samstag, 13. September 2014

Rückblick: Wochenplan KW 37: Im Kohlrabi war der Wurm

In dieser Woche war in unserem Wochenplan der Wurm drin.

Aber im Einzelnen:

Sonnabend gab es Biksemad, ein dänisches Resteessen.

Sonntag waren wir fremdessen - wie in der Flottbeker Schmiede üblich höchst köstlich. Für mich gab's Confierte Sardinen auf Röstbrot mit Parmesansegeln und thunfischgefüllten Oliven / Rinderfilet mit Steinpilzkruste, Grießstrudel und Sommergemüse / jede Menge Dona Ermelinda / Pansenlähmung.

Montag machte der Gatte Klopse. Dazu gab's Kartoffeln und Würzwurzeln.

Dienstag sollte es Kohlrabi mit Hack und Apfel gefüllt geben. Als ich die Kohlrabi schälte, legte der Gatte sein liebendes Haupt auf meine Schulter und fragte: "Womit füllen wir die Kohlrabi eigentlich?" - "Mit dem Hack, das gestern übrig blieb. Hab' doch extra mehr gekauft." - "Das habe ich eingefroren." Ungünstig. Der Gatte bekam TK-Pizza, ich aß Brote und kochte die Kohlrabi schon mal vor - dachte ich zumindest.

Mittwoch sollte es eigentlich Reste geben, aber der Kohlrabi harrte ja noch der Füllung. Als ich ihn aushöhlte, dachte ich, dass er ja noch ziemlich knackig ist - trotz 20 Minuten Kochzeit und Nachgarzeit in der Brühe, in der das Gemüse bis zum nächsten Tag lag. Aber, dachte ich so bei mir, kommt ja noch alles in den Ofen, der wird's schon richten.

Während ich so vor mich hin aushöhlte, legte der Gatte wieder mal sein immer noch liebendes Haupt auf meine Schulter und fragte: "Was gibt es denn zum Kohlrabi dazu?" - "Hm, Sauce. Ich wollte keine Beilage machen. Nimm es als Trennkost." - "Ich wünsch' mir 'ne bröselige Kruste. Ist bestimmt lecker!" Okay, soll sein.

Als ich zur Kruste kam, fand ich es äußerst praktisch, dass noch Semmelbrösel in einer Tüte im Brotkorb lagen. Zu spät ging mir auf, dass das die Reste von einem Butterkeksboden für einen Kuchen, den der Gatte letztens mache, waren ... Falls Du immer schon wissen wolltest, wie neue Rezepte erfunden werden: Jetzt weißt Du es.

Ich gab die gefüllten Kohlrabi in den vorgeheizten Ofen und fragte mich, ob die im Rezept angegebene Garzeit von 20 Minuten bei 180°C wohl für das Hack ausreichen wird. Nach 45 Minuten (der Gatte wollte partout noch vor dem Essen "kurz" was erledigen ...) holte ich die Kohlrabi raus und stellte fest, dass das Gemüse immer noch zu hart und das Hack innen noch reichlich roh war.

Unser Essen durfte noch ein paar Runden in der Mikrowelle drehen. Der Kohlrabi war zwar immer noch stellenweise sehr hart, aber das Hack war essbar.

Donnerstag sollte es Avocado-Salat mit Hähnchenbrust geben. Für den war nichts eingekauft außer den roten Zwiebeln. Da wir uns jetzt am Kohlrabi festgebissen hatten, sollte der noch mal eine Chance bekommen. Zusammen mit reichlich Brühe kam er bei 200°C eine Stunde in den Ofen. Jetzt war alles essbar, aber bevor ich das Rezept blogge, koche ich das Gericht besser noch mal.

Für Freitag stand "Wird noch ausdiskutiert" auf dem Plan. Auf weitere Experimente hatten weder der Gatte noch ich Lust, also beschlossen wir Freitag Früh, Nudeln mit Paprikasauce zu kochen. Dafür war alles da. Abends litt der Gatte unter Appetitlosigkeit. Ich brauchte nach zwei heftigen Tagen im Büro Seelenfutter und bestellte mir kurzerhand meine Lieblingspizza.

Mal schauen, ob wir nächste Woche wieder in die Spur kommen und mehr Küchenglück haben.

Donnerstag, 11. September 2014

Jasar bi bharat - Gewürzte Wurzeln nach Hanna Saliba

Jasar bi bharat - Gewürzte Wurzeln
nach Hanna Saliba.
Jasar bi bharat ist eigentlich eine der vielen Vorspeisen aus der orientalischen Küche.

Uns schmecken die gewürzten Wurzeln auch als Beilage zu Fisch oder Fleisch, als Hauptgericht mit Schafskäse und Fladenbrot als vegetarisches Hauptgericht sowie kalt in der Mittagspause.

Außerdem ist das Gericht echtes Fast Food, in weniger als 20 Minuten fertig.

Das Rezept stammt aus dem Buch "Mazza" von Hanna Saliba, der einst das beste syrische Restaurant Deutschlands besaß. Der Syrier, der schon seit gut fünf Jahrzehnten in Hamburg lebt, ist als Koch Autodidakt. Lange Zeit waren seine Brotberufe Seemann und Kapitän. Nachdem der Krieg in Syrien die Pläne, verstärkt als Reiseveranstalter zu arbeiten, durchkreuzte, widmet sich Saliba verstärkt seinem kleinen Lokal in den Alsterarkaden.

Mit diesem Rezept nehme ich teil an den Blog-Events "Kochen in 20 Minuten" und "Peperoni", denn statt der getrockneten Chilis kannst Du auch sehr gut frische nehmen. Sie sind dann ein zusätzlicher Farbtupfer aus dem Teller.

Kochen in 20 Minuten (bis 22.09.2014)Garten-Koch-Event September 2014: Peperoni [30.09.2014]

Jasar bi bharat - Gewürzte Wurzeln nach Hanna Saliba

Zutaten für 6 bis 8 Portionen (als Vorspeise) oder 4 Portionen (als Beilage) oder 2 Portionen (als Hauptgericht):

500 g Wurzeln
2 EL Olivenöl
1 frische Chilischote oder 2 getrocknete Chilischoten
1 Lorbeerblatt, gerne frisch aus dem Garten (oder getrocknet)
3 Pimentkörner
2 Kardamomkapseln
Salz
Wasser
1 Grüne Paprikaschote
1 TL Orangenblütenwasser (von bitteren Orangen)

Jasar bi bharat - Gewürzte Wurzeln
nach Hanna Saliba.
Zubereitung:

Wurzeln schälen und in Scheiben schneiden.

Paprikaschote waschen, entkernen und in lange Streifen schneiden.

Öl erhitzen und die Wurzelscheiben darin unter ständigem Wenden
leicht anbraten.

Ganze Chilischote und alle Gewürze zufügen, salzen, mit Wasser ablöschen und bei mittlerer Hitze zugedeckt etwa 5 Minuten
dünsten.

Paprika unter die Wurzeln heben und weitere 5 Minuten dünsten, ggf. noch etwas Wasser angießen.

Zum Schluss mit Orangenblütenwasser parfümieren.

Affiliate links zum Kochbuch und von mir verwendeten Produkten