Sonntag, 19. Februar 2017

Szenen einer Ehe: Zehn Packen minus neun Packen

Beide planen eine Reise zu einem halbrunden Hochzeitstag. Eine Hochzeitsreise musste damals ausfallen, weswegen sie seit Jahren gerne über den Hochzeitstag wegfahren - viele Hochzeitsreisen statt einer, sozusagen. Anlässlich des Jubiläum gab's die Idee, die ursprünglich geplante Hochzeitsreise nach Madeira tatsächlich mal zu machen.

Er: "Mein Urlaubsantrag ist durch. Wir können buchen."

Sie: "Gut. Wollen wir ernsthaft nach Madeira?"

Er: "Nee, das ist mir zu stressig. Lass' mal was in der Nähe suchen."

Sie: "Okay, aber nach Hohwacht willste ja nicht mehr. Was is' denn mit Dänemark? 'n Haus mit Pool und Whirlpool?"

Er stöhnt auf: "Oh Gott, Dänemark ist ja noch viel stressiger!"

Sie: "Hä? Wieso das denn?"

Er: "Na, was ich da alles mitnehmen muss! Und bis das Auto gepackt ist!"

Sie: "Also, ich brauche nur meinen Badeanzug und das Dänischlehrbuch. Wenn du zur Abwechslung mal deine Werkstatt zu Hause lassen und darauf verzichten würdest, das Ferienhaus im Maßstab 1:1 nachzubauen, bräuchten wir auch nicht so viel!"

Er: "Aber ich brauche das alles doch! Basteln entspannt mich."

Sie: "Ach was! Du kannst doch spazieren gehen. Oder lies ein Buch. Oder sitz einfach nur mal so da."

Er: "Nein. Am Besten, ich frag' mal bei Opel an, ob die schnell 'ne Anhängerkupplung anlöten können."

Sie, augenrollend: "Ja, nee, is klaa. Am Besten fahren wir mit zwei Autos."

Er: "Gute Idee! Aber dein Auto ist ja so klein. Ich glaube, da passt gerade eben so das Nötigste für die Küche rein."

Samstag, 18. Februar 2017

Wochenplan KW 07/17

In dieser Woche klappte es mit uns und dem Plan prima, was daran lag, dass der Gatte kochte. Ich hatte immer noch Vertretungsdienst und wechselte jeden Tag zwischen Früh- und Spätschicht. Mimöschen, das ich bin, sorgte das prompt für Migräne und schlechte Laune ...

Das stand auf dem Plan:

Unser Wochenplan für die KW 07/2017.
Die Kartoffelsuppe reicht auch für die Mittagspausen des Gatten, ebenso wie das Chili, mit dem er auch eine Kollegin großzügig versorgte. Zwei große Portionen kamen außerdem in den Tiefkühler. Ich sollte dem Kerl den Zehn-Liter-Kochtopf wegnehmen ...

Das Gyros wurde ausnahmsweise fertig gekauft. Als ich wegen was Anderem beim Schlachter des Vertrauens war, lag es in der Auslage und lachte mich an. Ich nahm's spontan mit und fror es erst mal ein.

Heute wird ein anstrengender Tag. Abends sind wir sicher zu müde zum Kochen. Es gibt also etwas aus dem Tiefkühler oder wir gehen spontan essen. Mal schauen.

Ich wünsche Euch eine gute Woche!

Mittwoch, 15. Februar 2017

Das zweite #12von12-im-Februar-2017-Rezept: Überbackene Blumenkohl-Makkaroni (Cauliflower & macaroni cheese)

Mac 'n' Cheese sind beliebtes Seelenfutter beim Gatten und bei mir, vor allen in Zeiten, in denen es im Job stressig ist. In den letzten Wochen wurden viele Foto von Cauliflower Mac 'n' Cheese in meine Social-Media-Kanäle gespült. So kam's in der letzten Woche dann auch bei uns auf den Tisch. Wir stellten fest: Ohne Blumenkohl schmeckt's uns besser.

Überbackene Blumenkohl-Makkaroni.
Für überbackene Blumenkohl-Makkaroni, so der deutsche Name dieses Rezepts, gibt es auch 'ne fixe Tüte. Auf die verzichte ich, so dass mir ein Großteil dieser pulverisierten Zutaten nicht in den Topf kommen:
Weizenmehl, Stärke, Palmfett, Jodsalz, Molkenerzeugnis, Gewürze (Zwiebeln, Knoblauch, Muskatnuss, Pfeffer, Kurkuma), Zucker, Hefeextrakt, Milchzucker, Aromen (mit Milch), Magermilchpulver, Sonnenblumenöl, Petersilie, Milcheiweiß, Spuren von Eiern, Sellerie, Senf, Soja.
Okay, im Vergleich zur Tütenkost brauche ich einen zweiten Kochtopf für Nudeln und Blumenkohl, aber dafür braucht das Gericht auch nur halb so lange in den Ofen. Ich gebe die Nudeln gleich in kaltes Wasser, anstatt zu warten, bis das Wasser kocht. Geschmacklich macht es keinen Unterschied, aber es spart Zeit.

Mir schmeckt das Gericht auch ohne Schinkenwürfel, also fleischlos, aber dem Gatten nicht. Der ist allerdings auch der Meinung, dass Schinkenwürfel kein Fleisch sind ...

Überbackene Blumenkohl-Makkaroni (Cauliflower & macaroni cheese)

Zutaten für 4 Portionen:

250 g Makkaroni
1 Blumenkohl, gewaschen, geputzt und in mundgerechte Stücke geteilt
25 g Butter
2 Esslöffel Mehl
2 TL Colman's Mustard* oder ein anderes Senfmehl* (alternativ 1 EL Senf)
250 ml Milch
200 ml Sahne
Salz
Pfeffer
geriebene Muskatnuss
200 g Cheddar, gerieben
1 - 2 EL Semmelbrösel
ggf. 100 g Schinkenwürfel oder gewürfelter Speck

Zubereitung:

Die Makkaroni nach Packungsanweisung in Salzwasser kochen und in den letzten vier Minuten die Blumenkohlröschen mit ins Kochwasser geben.

Die Butter in einem Topf schmelzen, dann das Mehl und Senfpulver unterrühren. Allmählich die Milch unter Rühren dazu geben, bis eine glatte Sauce entsteht. Sahne mit drei Viertel des Käses verrühren, in die Sauce geben und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Die Makkaroni und den Blumenkohl abgießen und in eine ofenfeste Auflaufform geben. Mit den Schinkenwürfeln und der Sauce übergießen. Den restlichen Käse mit Semmelbrösel mischen und über die Sauce streuen.

Bei 150°C (Umluft) im Ofen überbacken, bis der Auflauf goldbraun ist. Das dauert je nach Herd bummelig 15 bis 20 Minuten.

Dienstag, 14. Februar 2017

Das erste #12von12-im-Februar-2017-Rezept: Apfelkuchen vom Blech

An einem der Tage, als ich bei Mudderns nach dem Rechten sah, nahm ich beim dortigen Edeka Äpfel mit. Ich mag diesen Edeka, auch, weil viele Produkte wirklich regional sind. Diese Äpfel beispielsweise kommen von einem Obsthof am Trelder Berg, keine 10 Kilometer vom Supermarkt entfernt. Vorgestern landeten sie in einem Apfelkuchen.

Apfelkuchen mit Vanillecreme.
Apfelkuchen vom Blech

Zutaten für ein Backblech:

150 g Butter
150 g brauner Zucker
2 Eier
1 Prise Salz
500 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
ca. 125 ml Milch
ca. 1 kg Äpfel

Außerdem: Arabian Coffee Spice oder ein anderer Gewürzzucker

Zubereitung:

Die Butter schaumig rühren und nach und nach Zucker, Eier, Salz, Mehl und Backpulver unterrühren. Dann so viel Milch dazu geben, bis der Teig schwer reißend vom Löffel fällt.

Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen.

Die Äpfel schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen. Die Äpfel in Spalten schneiden und gleichmäßig auf dem Teig verteilen.

Bei 180°C (Umluft) ca. 40 Minuten backen. Abkühlen lassen und mit Gewürz- oder Puderzucker bestreuen.

Quelle / Affiliate link: Das Rezept stammt (bis auf den Gewürzzucker) aus Mudderns "Dr. Oetker Schulkochbuch für den Elektroherd*" von 1956, das für mich eine zuverlässige Quelle für Küchenklassiker ist.

Samstag, 11. Februar 2017

Samstagsplausch KW 06/17: Wochenplan

Schon ewig habe ich keinen Wochenplan mehr gepostet, aber wir machen immer noch jede Woche einen. Letzten Sonntag habe ich hier unseren Plan schon mal gezeigt. So sah er in der Theorie aus:

Unser Wochenplan für die KW 06/2017.
Wir planen immer für zwei Tage, damit wir an Sporttagen nicht kochen müssen. Mir würde nach dem Sport ein Joghurt völlig reichen, aber dem Gatten nicht. Wir essen ja immer abends warm, und nach dem Sport ist das Essen dann viel zu spät fertig.

In der Praxis sah der Plan dann so aus:

Montag: Brathähnchen mit Wurzelgemüse aus dem Ofen.

Dienstag: Die Reste reichten wie geplant noch für zwei Portionen - wäre das nicht der Fall gewesen, hätte ich in der Mittagspause noch Salatzutaten gekauft, damit wir beiden satt werden.

Mittwoch ergab sich Kollegin I der Erkältung. Wir wollten sie schon seit Montag nach Hause schicken, aber sie wollte partout versuchen, durchzuhalten. Ich übernahm also ihren Spätdienst und rief den Gatten an, er möge doch auf seinem Heimweg TK-Pizza mitbringen. Die war dann fertig, als ich zu Hause war.

Donnerstag war Kollegin II noch immer krank, und da es am Vortag nur TK-Pizza gab, gab's an diesem Tag keine Reste. Der Gatte machte Hot Dogs.

Freitag vertrat ich noch immer Kollegin I, und wie freitags üblich, gab's keinen pünktlichen Feierabend. So fiel ich von der Haustür direkt in die Küche, um vor dem täglichen Telefonat mit Mudderns noch die Blumenkohl-Mac'n Cheese auf den Weg zu bringen. Auf die freuen wir uns auch heute Abend.

Wie sieht's bei Dir aus: Machst Du auch einen Wochenplan?

Dieser Beitrag geht zum Samstagsplausch bei Frau Karminrot. Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende und einen guten Wochenstart.

Dienstag, 7. Februar 2017

Das Sieben Sachen Sonntag KW 05/17-Rezept: Kirsch-Bananen-Kuchen

Im Kühlschrank fanden sich drei vollreife Bananen, die ich eigentlich zu Overnight Oats essen wollte, dann aber schlichtweg vergaß. Also wanderten sie in einen Kuchen, denn wenn sie erstmal vollreif sind und so richtig nach Banane schmecken, mag ich sie nicht mehr. Nach wie vor mag ich Bananen am Liebsten fast grün.

Kirsch-Bananen-Kuchen.
Kirsch-Bananen-Kuchen

Zutaten für eine 26er Springform:

1 Glas Sauerkirschen (350 g Abtropfgewicht)
120 g weiche Butter
120 g brauner Zucker
1 EL Vanillezucker
1 Prise Salz
2 Eier
4 EL Milch
2 reife Bananen
200 g Mehl
1 TL Backpulver
Backpapier oder Fett für die Form
ggf. Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:

Die Kirschen in ein Sieb gießen und abtropfen lassen.

Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz schaumig schlagen. Die Eier und die Milch nach und nach unterrühren.

Die Bananen schälen, das Fruchtfleisch zerdrücken und unter den Teig rühren.

Mehl mit dem Backpulver mischen und kurz unter den Teig rühren.

Den Teig in die Form füllen, glatt streichen und die Kirschen darauf verteilen.

Den Kuchen bis 180°C (Umluft) ca. 30 Minuten backen. Abkühlen lassen und nach Geschmack mit Puderzucker bestäuben.

Quelle / Affiliate link: Küchengötter
 

Montag, 6. Februar 2017

Kostprobe: Chocolat von Elixia Limonade Artisanale (Schokobrause)

In den letzten Tagen war im Einkaufszentrum unterm Büro eine Ausstellung samt Verkaufsstand vom Chocoversum, dem Hamburger Schokoladenmuseum. Unter den Produkten, die dort angeboten wurden, war auch eine Schokobrause, Chocolat von Elixia Limonade Artisanale, der ältesten Brausemanufaktur Frankreichs.

Chocolat von Elixia Limonade Artisanale.
Ich war sehr gespannt auf die Brause, wurde aber ziemlich enttäuscht. Ich erwartete einen schokoladigen Geruch, aber die Brause riecht eher alkoholisch, schmeckt allenfalls ganz hinten im Abgang einen Hauch schokoladig, ähnelt aber ansonsten in Farbe und Geschmack einer Faßbrause (ist dabei gleichzeitig aber um einiges süßer).

Die Zutatenliste zeigt, dass in der Brause gerade mal 0,01% Schokoladenextrakt sind. Nun ja.

Ich glaube, ich experimentiere mal 'n büschen mit Schokoladensirup.

Sonntag, 5. Februar 2017

Szenen einer Ehe: Prioritäten

Sie inspiziert den Tiefkühler in der Küche. Er räumt die Spülmaschine aus.

Sie: "Wir können auch mal wieder Suppen auf Vorrat kochen und einfrieren. Was ist denn im Kühlschrank im Keller?" Im Kellerkühlschrank ist nämlich auch noch ein meistens volles TK-Fach.

Er: "Bier."